Gandhi-Pazifismus ?

Gandhis Gewaltlospolitik gegen eine militärisch übermächtige Kolonialmacht war äußerst vernünftig, aber er durfte darauf spekulieren, dass Großbritannien hinreichend Rest-Anstand aufbringen würde, keinen Massenmord an gewaltloseen Demonstranten zu begehen, obgleich auch das durch Einsatz von Provokateuren versucht wurde.

Die Friedensleistung Gandhis zu würdigen, ist hochverdient, aber gewaltloser Widerstand ist nicht weniger und nicht mehr als es ist - und in jedem halbwegs vernünftigen Staat Menschenrecht. ABER es ist kein Pazifismus. 

Markus Rabanus 2014106 / 20170914

UNFERTIG >> hat eigenen Wert, anwendbar auf viele Konflikte, nicht ist jedoch hinreichend verallgemeinerbar, ... hätte gegen rücksichtslosere Herrscher nicht funktioniert, denn ein Hitler hätte die Gewaltlosigkeit als Schwäche und die Schwäche als Minderwertigkeit interpretiert - und der "Herrenrasse" unterworfen.  Und "Herrenrasse" war eben leider kein Einzelfall der Geschichte, denn jede Kolonialmacht maßte sich an,  .,.. UNFERTIG

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"Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg." - Das Zitat macht in vielen Kontexten Sinn, aber im Warschauer Ghetto wäre es wie Hohn gewesen.
Und würden diejenigen, die Gandhi in Schulbüchern rühmen, solche Sprüche glauben, so wären die Truppen weltweit im Hungerstreik zum Siegen.
Gandhis Bilanz konnte kaum besser sein, zumal der Blutzoll einer gewaltsamen Befreiung Indiens hoch geworden wäre. Das ist sein großer Verdienst. Dafür ist er zu würdigen.
Aber er so wenig "Pazifist", wie auch Jesus keiner gewesen ist, allenfalls in Version eines Kuschelpazifismus = auch nicht immer falsch, denn wenn sich Kuscheln lässt, ist es allemal besser als zu ballern. 

Markus S. Rabanus 2018-01-31

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